Die Herkunft der Syrer-Aramäer (Suryoye)

von Dipl.-Theol. Sabo Hanna

Mit dem Begriff „Syre“ bezeichneten die Griechen, seitdem sie Asien näher kennen lernten, die Nation, welche sich selbst „Aramäer“ nannte. Die christlichen Syrer bzw. Suryoye sind ethnisch gesehen Aramäer semitischen Volksstammes, die in Aram Beth-Nahrin (=Mesopotamien) zu Hause sind.

Der in der Literatur verwerndete Begriff „Syrer“ (griechisch: Syroi bzw. Syrioi) hat mit der jetzigen politischen Bezeichnung „Syrien“ als arabischen Staat nicht unbedingt zu tun. Die Begriffe „Syrer“ und „Aramäer“ (griechisch: Aramaioi) sind hier identisch und bezeichnen ein und dasselbe Volk, sind also ethnisch und nicht politisch-geographisch zu verstehen. Der Name „Aram“ bzw. „Aramäer“ ist also eine wahre Nationalitätsbezeichnung und daher nicht an geographische oder politische Grenzen gebunden.

Mit anderen Worten: Der ursprünglich politisch-geographische Begriff Syrien oder Syrer wird im Laufe der Zeit zu einem ethnologischen, der sich mit der Bezeichnung Aramäer deckt. Die Syrer bezeichnen sich heute wiederum als Aramäer. Die Syrer sind nach syrisch-aramäischen Gelehrten, den griechischen Historikern und Geographen, sowie den europäischen Orientalisten bzw. Syrologen, Suryoye aramäischer Abstammung und verstehen sich so bis zum heutigen Tag.

Die Verwendung des Ausdruckes „Syrer“ auf die Aramäer geht auf die alten Griechen zurück. Der griechische Historiker Poseidonios schreibt dazu: „Denn was wir [Griechen] Syrer [grch. Syroi/Syrioi] nennen, nennt sich selbst Aramäer.“ Die Griechen bezeichneten das Gebiet, wo die Aramäer lebten mit „SYRIA“ und seine Bewohner, die mehrheitlich ARAMÄER waren, als „SYRER“ (griechisch: SYROI oder SYRIOI“ somit auch im Syrischen: SUROYE und SURYOYE; keilinschriftlich: SÛRI. (Siehe hierzu: Schiffer, Sina, Die Aramäer. ND Gütersloh 1992, S.160f)

Mit Alexander dem Großen (336-323 v.Chr.) fand diese Bezeichnung für die ethnischen Aramäer große Verbreitung. Der Begriff „Syrer“ (Suryoye) hat sich aber erst mit der Christianisierung der aramäischen Gebiete endgültig durchgesetzt. Die zum Christentum bekehrten Aramäer wollten sich von den heidnisch gebliebenen Aramäern unterscheiden und so übernahmen sie die Bezeichnung „SYRER“ (SURYOYE). Neuerdings bezeichnen sich die Syro-Aramäer wiederum unter ihrem ursprünglicheren Namen „Aramäer“.

(Siehe hierzu: A. Šanda, Die Aramäer. Berlin 1900; Schiffer, S, Die Aramäer, ND Gütersloh 1992; M.Noth, Die Aramäer, in: ZDPV 68 (1949/1951), 19-36; A. Jepsen, Aramäer, in: RGG (3. Aufl.) I, 1957, 531-532; M. Dietrich, Die Aramäer Südbabyloniens in der Sargonidenzeit (700-648), Neukirchen 1970; Maximilian Streck, Über die älteste Geschichte der Aramäer, in: Klio 6 (1906), 185-225; Unger Eckhard, Aramäer in assyrischer Darstellung, RLA I 1928)

 

Die ersten Spuren der Aramäer in der Geschichte

Die Aramäer bzw. deren Vorfahren werden erstmals in ägyptischen (Amarnabriefe) und ugaritischen und wahrscheinlich auch in mesopotamischen Texten des 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. greifbar. Die frühesten eindeutigen Erwähnungen der Aramäer sind dann in assyrischen Texten vom Ende des 12. Jahrhundert v. Chr. zu finden.

Einige Quellen deuten auf eine Herkunft der Aramäer aus dem Gebiet um den mittleren Euphrat. Ob sie ursprünglich dort lebten, oder ob sie von südlichen Randzonen, dem «fruchtbaren Halbmond» kamen, bleibt umstritten. Jedenfalls waren sie nicht mehr zu stoppen, sodass sie sowohl entlang des oberen Euphrat als auch Euphrathabwerts wie auch nach Westen bis zum Libanon und nach Damaskus ausstreckten. Ein assyrischer Offizier berichtet in einem Brief von der Verfolgung der aramäischen Hiranu und Hasmu Stämmen am mittleren Euphrat.

 (vgl. Lipinski, E., Aramäer und Israel, in: TRE III, 1978, 590-599, 591).

Nach Lipinski ist die ursprüngliche Heimat der Aramäer das obere Zweistromland und mittlere Euphrat: «Demnach muss das obere Haburgebiet und Tur-Abdin als deren Urheimat gelten.»(Lipinski, E., Aramäer und Israel a.a.O., 591).

 In den Texten des Alten Testaments finden wir umfangreiches Material über die Aramäer. In der Völkertafel von Genesis 10:1-32 hier Vers 22 (und 1 Chr. 1:17) lesen wir: «Die Söhne Sems sind Elam, Assur, Arpachshad, Lud und Aram. Die Söhne Arams sind: Uz, Hul, Geter und Mash». Demnach stammen die Aramäer von Aram, geographisch und chronologisch gesehen ist der Aram der westlichste und jüngste Bereich. Leider können die Wissenschaftler nicht sagen, wo die einzelnen Söhne Arams denn gelebt haben. Eine Ausnahme bildet der Name Mash. Hier können sie mit ziemlich größerer Sicherheit sagen, dass die Söhne von Mash, der jüngste Sohn Arams, dem Gebiet, wo sie lebten, ihren Namen gaben. Die alten Griechen sagen daher: «Mons Masius» (Strabo und Ptolomäus). Dieses Gebiet lag nördlich von Nisibis (Nasibin), das heute Tur-Abdin heißt. Die Keilinschriften sprechen von Shad Kashijara, Shad Kashjaru, Shad Kashjari oder Shad Kashari, d.h. «Kahsijari-Gebirge».

(Siehe hierzu: Delitzsch, Friedrich, Wo lag Paradies? Eine Biblisch-Assyriologische Studie. Leipzig 1881).

Damit ist eindeutig bewiesen, dass die heutigen Bewohner von Tur-Abdin, die Aramäer, eben von diesem Stamm der Aramäer (Mash-Aramäer) abstammen.

 

Die Aramäer und ihre Kirchen

Dipl.-Theol. Sabo Hanna

Das Volk der Aramäer verteilt sich in vielen Kirchen «syrisch-orthodoxer Tradition». Zur Volksgruppe der Aramäer gehören heute folgende Kirchen an:

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien (Mutter und Ursprung aller östlichen und westlichen Kirchen)

Die Ostsyrisch-Nestorianische (getrennt seit 431/484)

Die Syrisch-Chaldäische Kirche (getrennt seit 16. Jh.)

Die Syrisch-Melkitische Kirche (getrennt seit 6. Jh.)

Die Syrisch-Maronitische Kirche (getrennt seit 1181)

Die Syrisch-Katholische Kirche (getrennt seit 1782/83)


Die Aramäer gründeten in Antiochien (heute Antakya, Türkei) die erste christliche Gemeinde außerhalb Palästinas. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die sich aus dieser urchristlichen Gemeinde entwickelte, ist die erste aller christlichen Kirchen.

Die Apostolische Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist die erste Gemeinde, die von aus Jerusalem nach Antiochien geflohenen Juden bzw. Aposteln und Propheten gegründet wurde (Apg. 11:19 ff).

Sie ist zugleich die erste Gemeinde unter dem Begriff Christianoi (Christen) (Apg. 11:26), der zum ersten Mal in der Geschichte auftauchte.

Die Organisatoren dieser Gemeinde waren Barnabas und Paulus. Der rechtmäßige Gründer der antiochenischen Gemeinde bzw. der Syrisch-Orthodoxen Kirche ist der Apostel Simon Kephas, genannt Petrus.

Der gegenwärtige Syrisch-Orthodoxe Patriarch ist Ignatius Zakay I. Iwas, der 122. Nachfolger des Apostels Petrus auf dem apostolischen Stuhl von Antiochien.


Ignatius Zakay I. Iwas

Der Syrisch-Orthodoxe Patriarch trägt den Titel «Ignatius» seit 1293 zur Erinnerung an den Märtyrerbischof und Patriarch Ignatius (Nurono) von Antiochien (+ 107).

Heute sitzt der Patriarch in der syrischen (ehemals die größte aramäische Königreich unter dem Namen; Aram-Damaskus) Stadt Damaskus.


Theologie
Die aramäische Theologie leitet ihre Lehre ab von der göttlichen Inspiration, geoffenbart in der Heiligen Schrift, wie sie von den heiligen Vätern ausgelegt wird, und von den Traditionen, die wir von heiligen Aposteln empfangen haben. Sie bejaht die ersten drei großen ökumenischen Konzilien der Christenheit, das Konzil von Nicäa (325 n. Chr.), das Konzil von Konstantinopel (381 n. Chr.) und das Konzil von Ephesus (431 n. Chr.). Ihre Wesensmerkmale sind: Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität.

Es werden wie in den anderen orthodoxen und katholischen Kirchen die sieben Sakramente anerkannt; sie werden von einem geweihten Priester gespendet.

Quellen: Siehe hierzu: Patriarch Ignatius Yacoub III., The Syrian Orthodox Church of Antioch (in fünf Sprachen darunter auch in Deutsch), Glane-Losser 1985; Zakka Iwas I., Die Syrisch-Orthodoxe Kirche durch die Jahrhunderte, Glane-Losser 1995; Navakatesh J. Thomas, Die Syrisch-Orthodoxe Kirche der Südindischen Thomas-Christen, Würzburg 1967; Peter Kawerau, Die Jakobitische Kirche im Zeitalter der syrischen Renaissance, Berlin 1960; Hanna Aydin, Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, Glane-Losser 1990.)

 

Die aramäische Sprache

Zusammengestellt von

Dipl.-Theol. Sabo Hanna

Die aramäische Sprache

Die Aramäer, oder die eine Sprachgruppe der West-Aramäer sprechen einen aramäischen Dialekt, genannt Turoyo. Turoyo wird nur gesprochen, nicht aber geschrieben. In der Liturgie wird das Alt-Aramäische verwendet, dass Kthobonoyo. Die West aramäische Sprache wird  «Kthobonoyo» d. h. «Buchsprache oder Hochsprache» genannt. Diese Sprache ist zugleich das Erbe des aramäischen Volkes, das bis heute seine Muttersprache ist; Aramäisch war ebenfalls die Muttersprache Jesu Christi in Galiläa. Weitere Zeugen dieser Sprache sind die Inschriften und Fragmente aus Papyrus und Pergament in den großen Museen und Bibliotheken der Welt. Selbst die Peshitto oder auch die Geschriebene genannt, ist auf Kthobonoyo abgefasst, denn sie bezieht sich auf dieses Buch, nämlich die Westaramäische Bibel, mit der Serto Schriftart.

Siehe hierzu: Eugen Prym und Albert Socin, Der neuaramäische Dialekt des Tur-Abdin, Göttingen 1881; Hellmut Ritter, Die Volkssprache der syrischen Christen des Tur-Abdin. Beirut 1967; Otto Jastrow, Lehrbuch der Turoyosprache… Adolf Siegel, Laut- und Formenlehre des neuaramäischen Dialekts des Tur-Abdin (= Beiträge zur semitischen Philologie und Linguistik, hrsg. von G. Bergsträsser, Heft 2), Hannover 1923, Arthur Ungnad, Syrische Grammatik mit Übungsbuch, Georg Olms Verlag, ISBN: 3-287-09635-8


Das Aramäische

Die in der Literatur übliche Benennung «Aramäisch» geht auf die Selbstbezeichnung der Aramäer zurück. Das Aramäische ist eine nordwest-semitische Sprache, ursprünglich der semitische Dialekt der aramäischen Stämme, die um 1200 v. Chr. in das syrisch-palästinische Kulturland eindrangen und dort verschiedene Staaten gründeten. Die drittälteste noch gesprochene Sprache ist das Aramäische. Die zur semitischen Sprachfamilie gehörende aramäische Sprache ist eng mit Hebräisch und Arabisch verwandt. Die ältesten Zeugnisse von ihr reichen bis ins zweite Jahrtausend v. Chr. Mit 5.000 Jahren ist Aramäisch somit nach Chinesisch die älteste noch gesprochene Sprache der Welt. Bereits am Anfang des ersten Jahrtausends verdrängte sie alle Sprachen in Aram-Nahrin (Mesopotamien). Von den tüchtigen aramäischen Kaufleuten über den gesamten Orient verbreitet, entwickelte sich diese Sprache innerhalb einiger Jahrhunderte zu wichtigsten Sprache des Nahen Ostens. Aramäisch war im vorchristlichen Jahrtausend Weltsprache. Sie war Reichssprache in Ägypten, Persien und anderen mächtigen Imperien früherer Hochkulturen. Die aramäische Sprache revolutionierte die Schriften.

Das Aramäische ist zunächst in Syrien (Aram) nachweisbar, breitete es sich nach und nach über den ganzen vorderen Orient und weiter nach Osten aus. Bereits in assyrischer Zeit war es eine internationale Sprache. Der Brauch der Assyrer, sich mittels des Aramäischen mit anderssprachigen Untertanen zu verständigen, wurde von den Achämeniden aufgenommen und das Reichs-Aramäische zur offiziellen Sprache der Kanzlei des Assyrischen und auch den Chaldäischen Reiches gemacht. Es stellt eine weiterentwickelte und verselbständigte Form des ältesten Aramäischen dar. In seiner Art schließt sich das sog. West-Aramäische am nächsten an die Formen des Reichs-Aramäischen an:


1- Das Nabatäisch-Aramäische, die aramäische Schriftsprache eines arabischen Staates, der mit dem Zentrum in Petra wirtschaftlich für den Weg nach Arabien wichtig und vom 4.Jh. v. Chr. bis über die Zeit seiner Eroberung durch die Römer (106 n. Chr.) hinaus bedeutsam war.

2- Das Palmyrenisch-Aramäische, das ebenfalls in einer Karawanenstadt geschrieben, wohl auch gesprochen wurde, die Petra den Rang ablief.

3- Das Jüdisch-Palästinensische Aramäisch ist das Idiom, das das Hebräische als gesprochene Sprache verdrängt hat. Es war die Sprache Jesu «galiläisch-aramäisch»; in welcher die Heilige Schriften und das jerusalemischen Talmuds niedergeschrieben worden ist, und bis an dem heutigen Tage im Gottesdienst abgehalten wird.

4- Das Samaritanisch-Aramäische: Die Absonderung Samarias in religiöser und politischer Hinsicht erklärt die Entstehung eines solchen gesonderten Idioms.

5- Das Christlich-Palästinensische: ist die Sprache der Melkiten in Palästina; sie wurde außer in Nordpalästina auch in Teilen des Ostjordanlandes gebraucht.

6- Das Neuwest-Aramäische: In einigen Dörfern des Antilibanon, in Maalula, Bacha und Dschubb Adin hat sich das Aramäische des westlichen Typus bis in die Gegenwart erhalten, zu dieser Sprache werden alle Aramäischen Idiome des Westens einbegriffen, die alten und die neuen.

Das Aramäische des Zweistromlandes wird unter der Bezeichnung Ost-Aramäisch zusammengefasst. Es umfasst:

1-     Das Aramäische des babylonischen Talmuds

2-     Das Mandäische, die Sprache einer religiösen Sekte, die sich am Schatt Al Arab und in Chusestan bis heute erhalten hat, die Gnostiker wie auch die Johanniten sprachen es.

3-     Das Aramäische (in Ost- und Westaramäisch), die Sprache des Staatskanzlei von Edessa (aramäisch: Urhoy), der Residenz der Könige der Osrhöne.

Das Turoyo Aramäisch wird im Anschluss an die griechische Benennung der Aramäer «syrisch» genannt, weil sie den Unterschied von T und S nicht unterscheiden konnten. Das Turoyo wird von den syrischen Kirchenvätern und den Orientalisten die «Edessenische» oder «die Mesopotamische» Sprache genannt, weil mit Turoyo das gesamte Westaramäische mit allen Idiomen gemeint ist und das Aramäische Tur-Abdin seinen Anfang nimmt. Das Turoyo im engeren Sinne, der Dialekt von Tur-Abdin, scheint den aramäischen Dialekten der Tigrisländer etwas näher gestanden zu haben als denen des mittleren Syriens und Palästinas. In Edessa wurde der Edessenische Dialekt schon lange vor Einführung des Christentums als Schriftsprache verwandt, dass noch in Maalula als Mundsprache gilt, jedoch vom Turoyo ersetzt. Besondere Wichtigkeit erlangte er aber, seit die Bibel in ihr zuallererst verfasst war, und Edessa immer mehr die Hauptstadt der rein aramäischen Christenheit wurde. Mit dem Christentum drang die Sprache von Edessa auch ins persische Reich. Schon im 4. Jh. dient sie, die nunmehr die «Turoyo» schlechtweg, den christlichen Aramäern am Tigris als Schriftsprache.

Die Blütezeit des Aramäischen reicht bis ins 7. Jh. Die Aramäer gehörten damals dem römischen, teils dem persischen Reiche an. Dazu kamen die kirchlichen Spaltungen, namentlich durch die unseligen Christologischen Auseinandersetzungen. Die persischen Aramäer entschieden sich meistens für die nestorianische, die oströmischen für die orthodoxe Lehre. Diese kirchliche Spaltung verhinderte die gleichmäßige Ausbildung der aramäischen Schriftsprache, die in zwei Dialekten, dem östlichen und westlichen, vorliegt. Die Eroberung der aramäischen Länder durch die Araber brachte der herrschenden Stellung des Syrischen ein jähes Ende. Zwar blieb es in Edessa noch einige Zeit lebendig, und in abgelegenen Gegenden erhielten sich aramäische Dialekte lange, teilweise sogar bis auf den heutigen Tag, aber das Syrische verlor rasch seine Stellung als Umgangssprache der Gebildeten in weiten Ländern.

Die älteste Turoyo Schrift ist Estrangelâ, aus der sich die der östlichen Aramäer (Chaldäer und Ihrer Abspalter die Nestorianer) und die der westlichen Aramäer (Orthodoxe, Maroniten und Katholiken), deren eigentlicher Name Sertô oder Soret ist.

Siehe hierzu: Carl Brockelmann, Syrische Grammatik, Leipzig 1938; Theodor Nöldeke, syrische Grammatik. 2. verbindliche Aufl. Leipzig 1898; Stanislav Segert, Altaramäische Grammatik mit Biographie, Chrestomathie und Glossar, Leipzig 1986.